Camping besteht schon lange nicht mehr nur aus einem Zelt, einer Luftmatratze und einem Gaskocher, der einfach nicht funktioniert, wenn man von einem langen Strandtag zurückkommt und Hunger hat. Die Art und Weise, wie wir campen, verändert sich. Und zwar schnell. Aber was sind eigentlich die größten Campingtrends des Jahres 2026? Und noch wichtiger: Was kann man als normaler Camper damit anfangen? Müssen Sie plötzlich alle neuen Entwicklungen mitmachen, oder können Sie einfach so weitermachen wie bisher? Ich liste für Sie die fünf größten Trends auf. Und auch, was sie für Sie bedeuten.
Seien wir ehrlich: Komfort ist nicht länger ein Luxus. Er ist normal geworden. Die Zeiten, in denen "richtiges Camping" bedeutete, drei Wochen mit wackeligem Rücken auf einer fadenscheinigen Matte zu verbringen, sind definitiv vorbei. Komfortcamping (ist das überhaupt ein Wort?) liegt voll im Trend. Hier können Sie sich das vorstellen:
Und nein, diese Art zu campen macht einen nicht zum Weichei. Wir wollen immer noch draußen leben, abends unter dem Vorzelt sitzen und mit unseren Flip-Flops über die vielen Alleen des Campingplatzes flitzen. Aber wir wollen auch einfach gut schlafen. Was können Sie mit diesem Trend anfangen? Wenn Ihnen das Campen mit eigener Campingausrüstung zu mühsam, eine Luxuswohnung aber zu übertrieben ist, sollten Sie sich vielleicht nach Glamping-Zelten oder möblierten Zelten umsehen. Mit diesen erhalten Sie wirklich das Beste aus beiden Welten.
Ich habe bereits einen ganzen Blog darüber geschrieben, aber nachhaltiges Camping ist auch ein großer Trend. Das ist kein Hype mehr, sondern ein dauerhafter Trend in der Campingwelt. So investieren immer mehr Campingplätze in Sonnenkollektoren, wassersparende Anlagen, naturfreundliche Einrichtung und gute Mülltrennung. Aber auch die Camper selbst werden immer bewusster. Sie verwenden weniger Einweggeschirr, kaufen häufiger vor Ort ein und wollen weniger Massentourismus. Also bewusster campen, ohne auf Gemütlichkeit zu verzichten. Ein solcher nachhaltiger Campingplatz ist heutzutage sehr leicht zu finden, ohne auf Komfort verzichten zu müssen. Außerdem: Fühlt es sich nicht einfach gut an, wenn der Urlaub weniger Auswirkungen hat?
Gigantische Campingplätze mit riesigen Reihen von Wohnwagen werden sicherlich nicht verschwinden. Denn auch das ist und bleibt ein Markt. Aber es gibt eine deutliche Verschiebung in die andere Richtung. Immer mehr Menschen suchen nach Campingplätzen mit viel Ruhe und Platz:
Warum? Weil wir einen Überblick, viel Grün und weniger Gedränge brauchen. Und Platz, denn davon gibt es in unserem bebauten Holland immer weniger. Haben Sie also genug von überfüllten Schwimmbädern und Unterhaltungsprogrammen mit dröhnenden Lautsprechern und schreienden Megaphonen? Dann ist das genau Ihr Trend. Suchen Sie nach 'kleinem Campingplatz','Charme-Campingplatz' oder 'Natur-Campingplatz' und Ihr Urlaub wird sich von Anfang an anders anfühlen.
Wo früher der Urlaub manchmal ein Wettlauf mit der Zeit war, entscheiden sich immer mehr Camper für das langsame Reisen. Eine Art zu reisen und Urlaub zu machen, bei der es nicht mehr darum geht, so viel wie möglich zu sehen, sondern so viel wie möglich zu erleben und zu erfahren. Und zu genießen. Slow Travel bedeutet:
Also weniger hetzen und mehr genießen. Und die Umwelt weniger belasten. Übrigens fahren wir selbst im nächsten Sommer zum ersten Mal an vier verschiedene Orte, ganz gegen den Trend. Eigentlich sind wir sehr gut darin, viele verschiedene Orte zu erkunden. Aber wir reisen mit einem Elektroauto. Auf diese Weise sind wir immer noch ein bisschen bewusst.
Das könnte der auffälligste Campingtrend des Jahres 2026 sein: die Kombination. Ein paar Nächte in einem Hotel. Dann eine Wohnung. Dann wieder Camping. Und obwohl ich selbst immer ein wenig gegen Trends bin, muss ich sagen, dass wir in diesem Jahr genau in diesem Trend liegen. Und so gibt es neben uns auch immer mehr Menschen, die eine Art Kombinationsurlaub buchen. Hier kann man denken an:
Abwechslung macht Ihren Urlaub dynamischer und gibt Ihnen das Gefühl, länger verreist zu sein. Warum ist das so? Je mehr man sieht, desto mehr Erinnerungen entstehen. Und diese Erinnerungen geben einem das Gefühl, dass man lange verreist ist. Und wissen Sie was? Warum überhaupt in Schubladen denken? Es ist okay, ein Camper und ein Wohnungsliebhaber zu sein. Niemand denkt sich etwas dabei. Oder muss es zumindest denken.
Wenn man alle Trends nebeneinander stellt, kann man zumindest eine ganz klare Linie erkennen: Wir wollen immer noch campen. Schönes Leben im Freien, Kontakt mit anderen Campern und die Campingatmosphäre genießen. Wir entscheiden uns nur für mehr Komfort, Bewusstsein und Platz. Für Qualität statt Quantität. Und das ist vielleicht der größte Trend von allen.