Camping ist toll! Doch für viele Camper wird dieser Blog ein Fest der Anerkennung sein. Denn jeder, der schon einmal gezeltet hat, kennt eine Reihe von Frustrationen. Aus eigener Erfahrung hat Anneloes (von LocatieLoes) ihre 5 größten Ärgernisse aufgelistet.

Ganz oben auf der Liste: das Aufstellen des Zeltes nach einer langen Autofahrt.

Der ultimative Beziehungstest, neben der Festlegung der Reiseroute. Er beginnt eigentlich schon bei Ihrer Ankunft an der Rezeption. In Ihrem besten Französisch/Deutsch/Englisch/Niederländisch geben Sie Ihre Reservierung an. Oft ist viel los, vor allem in der Hochsaison, so dass man eine Weile warten muss. Insgeheim ist es auch ziemlich spannend, welchen Platz man bekommt, denn wir sind auch in dieser Hinsicht ziemlich anspruchsvoll. Und wenn man richtig Pech hat, hat man auch noch ein paar gelangweilte Kinder, die so schnell wie möglich weg wollen. Alles, solange sie kein Zelt aufbauen müssen.

Wir haben selbst keine Kinder, aber ich stamme aus einer Familie mit drei Kindern und erinnere mich sehr gut daran. Und ich sehe sie auch immer an der Rezeption wieder. Ein Elend! Deshalb nehmen wir den Hund einfach mit, der nörgelt nicht.

Aufstellen des Zeltes

Und dann hast du den Campingplatz! Zeit, das Auto auszupacken und das Zelt aufzustellen. Manche Leute haben dabei oft eine ganz andere Taktik als andere. Wenn ich alles sauber und ordentlich halten will, legt mein Mann alles auf den Boden. So bleibt kein Platz, um das Zelt auszurollen. "Oh, und sollte da nicht eine Plane drunter sein? Hmmm, und vielleicht sähe das Zelt besser aus, wenn wir es ein bisschen weiter links aufstellen würden nach all.... Macht nichts, ich klappe einfach die Tische und Stühle aus und sage nichts mehr."

Nächster Schritt: Heringe in den Boden schlagen. Da wir selbst nicht besonders geschickt sind, haben wir in der Regel entweder zu wenig Pflöcke dabei oder die falschen für den harten oder weichen Boden. Und manchmal vergessen wir auch den Hammer. Aber bis jetzt hat es immer gut geklappt. Oft kommt uns ein Nachbar zu Hilfe, der es nicht mehr aushalten kann. Nach den letzten Mühen steht das Zelt dann endlich und wir können ein wohlverdientes kühles Bier genießen. Zusammen mit dem Nachbarn. Das ist das echte Campingleben.

Camping Frustration Nummer 2: Regen

"Aber das ist doch sehr romantisch, dieses Klopfen an deinem Zelt." Ja, sehr romantisch. Bis man 2 Wochen lang im Regen zeltet. Denn ganz ehrlich, wenn man zelten geht, will man Sonnenschein! Ein bewölkter Tag steht bevor, aber Regen. Auf keinen Fall! Regen verdirbt einem fast augenblicklich die Laune. Und egal, wie sehr man versucht, optimistisch zu bleiben, irgendwann macht Regen einfach keinen Spaß mehr. Schon gar nicht, wenn man Gräben ausheben muss und nur klatschnasse Kleidung zur Verfügung hat. Oh, und natürlich wollen wir auch alle unsere Zelte trocken einpacken, weil man sie sonst zu Hause wieder aufbauen muss. Und das wollen wir lieber nicht tun. Zu Hause angekommen, bleibt das Zelt ein Jahr (oder zwei) weggeräumt.

Regen beim Camping

3. Abwasch

Der ewige Kampf, wer den Abwasch macht! Wie verwöhnt wir doch sind, wenn wir eine Spülmaschine zu Hause haben. Zugegeben, heutzutage macht mir das überhaupt nichts mehr aus. Ich finde es sogar ein bisschen entspannend. Bis auf die Essensreste, die noch im Abfluss der Spülmaschine vor mir stecken.

Abwaschen beim Camping

4.Camping-Sanitär

Okay, das ist nicht die frischeste Geschichte, die man erzählen kann, aber hey! Ich wette, dir geht es genauso. Die Campingtoilette. Sobald ich auch nur einen Schritt auf den Campingplatz mache, fängt mein Körper sofort an zu protestieren und weigert sich mindestens die ersten 5 Tage lang, richtig auf die Toilette zu gehen. Und ich weiß: viele mit mir! Denn seien wir mal ehrlich, auch Sie setzen sich lieber auf Ihr eigenes Töpfchen als auf ein Töpfchen, das Sie mit anderen Fremden teilen, oft ohne Sitz!

Und dann die vielleicht größte sanitäre Frustration: Hat man es sich endlich in seinem Schlafsack gemütlich gemacht, muss man raus, um auf die Toilette zu gehen! Ja, diese feine Toilette, die ich oben so ausführlich beschrieben habe. Und je älter Sie werden, desto mehr stört Sie das. Vielleicht ist das der Grund, warum man Senioren eher in einem Wohnmobil als in einem Zelt antrifft.

Sanitäre Einrichtungen auf einem Campingplatz in Frankreich

Zum Glück sind die sanitären Anlagen auf den meisten Campingplätzen heute viel besser als früher. Damals war das Zelten nämlich eine echte Tortur. Erinnern Sie sich noch an die Hocktoilette? Nichts weiter als ein Loch im Boden und zwei Füße. Und die Füße wurden immer nass, egal wie sehr man sich bemühte! Duschen ging blitzschnell mit einer Münze oder einer Reißleine. An dieser (oft) eisernen Kette musste man sich während des gesamten Duschvorgangs festhalten, um Wasser zu bekommen. Außerdem musste man pünktlich duschen, sonst war das Wasser kalt. Oh, und steht da ein brauner Tannenzapfen in der Ecke oder....?

Die obige Geschichte ist wahr, als ich ein kleines Mädchen war, und ich habe sie nie vergessen. Wirklich!!! Aber auch ich habe das Abenteuer Camping fortgesetzt und im Laufe der Jahre Verbesserungen festgestellt. Und die Klopapierrolle unter dem Arm kommt auch immer seltener vor, zum Glück.

5. Schädlinge

Und ich spreche vor allem von Mücken und Ameisen! Manchmal so schlimm, dass man am frühen Abend aus Frust in den Schlafsack huschen muss, weil selbst Deet nicht wirkt. Oder man wacht morgens auf und stellt fest, dass man sein Zelt direkt in einem Ameisennest aufgeschlagen hat. Das kann so mancher Camper nachempfinden...

Aber warum lieben wir das Campen überhaupt?

Jedes Jahr machen wir uns in großer Zahl auf, um mit dem Zelt, dem Wohnwagen oder dem Wohnmobil zu campen. Warum eigentlich? Wegen des unbeschreiblichen Gefühls, wenn man morgens sein Zelt auspackt, die Sonne auf dem Kopf hat und mit den Hausschuhen zum Bäcker geht, um frisches Brot zu holen. Für das aktive Leben im Freien, für die Spiele, die man normalerweise nicht spielt, wie Badminton und Tischtennis. Für den örtlichen Supermarkt, in dem Sie Ihre Einkäufe für das Grillfest am Abend besorgen. Und für die schöne Gemütlichkeit, den Blick auf die Nachbarn und das übliche Campinggespräch. Aber vor allem für den Wein, den man vor dem Zelt aus Plastik-Campinggläsern mit einer selbstgebastelten Tafel trinkt und dabei über die wichtigen Dinge des Lebens spricht. Das ist das unbeschreibliche Gefühl des Campings!

Schönes Camping

Camping hat Frustrationen, aber auch viele Highlights. Ich bin sehr neugierig auf Ihre persönlichen Erfahrungen. Teilt sie mit uns! Und folgt mir auf Instagram/Locatieloes, wenn ihr mehr von meinen Blogs lesen wollt.

- X - Anneloes

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Über den Autor:
Anneloes van Gijlswijk

Anneloes ist ständig auf der Suche nach besonderen Orten. Ob es sich um ein Reiseziel, einen netten Imbiss oder einen tollen Strandclub handelt. Sie arrangiert, organisiert und reist gerne. Neben ihren Geschichten auf Campingzoeker kann man sie auch auf ihrem persönlichen Reiseblog LocatieLoes(hier klicken, um ihren Blog zu sehen) und auf Instagram verfolgen.

Anneloes van Gijlswijk