Bei einem unserer letzten Campingaufenthalte in diesem Jahr waren wir auf dem Mini-Campingplatz de Heide in der Nähe von Venray. Ich ging zum Toilettenhäuschen und als mich die Kacheln dort anstrahlten, dachte ich über all die Arten von Sanitäranlagen nach, die wir in all den Jahren des Campings kennengelernt haben. Von sauber bis wirklich schmutzig, von modern bis 'altmodisch'.Von schön heißem Wasser für 5 Minuten bis hin zu lauwarmem, bei dem man einen Knopf drücken muss und dann nur eine Sekunde lang Wasser bekommt. So wäscht man sich die Haare!!!Wie so viele beurteile ich einen Campingplatz nach den täglichen Reinigungszeiten der Waschräume. Das ist natürlich nicht sehr logisch, denn manchmal ist eine gründliche Reinigung viel besser, als dreimal mit dem Wischmopp über den Boden zu fegen.
Unsere erste Begegnung mit einem bretonischen Campingplatz war in Benodet, wo ein junger Mann ständig an den Toiletten vorbeiging und sie nach jedem Besuch reinigte. Das war für mich der Maßstab für die Bretagne, aber ich bin danach oft enttäuscht worden!
Natürlich waren wir in den Niederlanden schon einiges gewohnt: Auf einem Campingplatz auf Texel, dessen Namen ich nicht nennen will, weil es zu lange her ist, hockte man am besten auf dem Topf. Mit einer Wäscheklammer auf der Nase. Eigentlich war die Toilette mitten in den Dünen ein besserer Plan. Das ist zwar nicht erlaubt, aber ganz ehrlich: Es WAR hygienischer!
Oh, dieser umgebaute Zigeunerwagen, bei dem man wirklich eine Treppe hinaufsteigen musste, um den Topf in der Normandie zu erreichen, auf einem dieser gemütlichen Familiencampingplätze! Auch so ein besonderer Fall.Und dann dieser Campingplatz direkt an der bretonischen Küste, der wegen seiner Lage ausgewählt wurde und von dem es in der Rezension hieß, er sei rustikal!!! Tolle Götter!!! Die ganze Wandfarbe, die noch im Schuppen war, wurde an den Wänden verarbeitet!!! Nicht erst gemischt, sondern wo eine Dose leer war, wurde auf eine andere gewechselt. So auch bei den Fliesen! Und die Türen waren mit nostalgischen Bildern aus längst vergessenen Frauenzeitschriften zugekleistert. Stellen Sie sich diese hölzernen Gartenfliesen vor? Die waren in den Duschwannen!!! Igitt. Wir haben uns dort viel zu lange aufgehalten, wirklich!!!
In England hingegen, aber wirklich nicht überall, wurden wir einmal wirklich vom Hotel-Schick überrascht! Ein bisschen altmodisch, dunkelblau, aber was für ein Gefühl von Luxus in Gehweite des Wohnwagens! Oder in Oostrum in den Niederlanden: wirklich wunderschön! Vor allem auch die Kindersanitäranlagen.
Wir haben auch private sanitäre Anlagen benutzt. Das erste Mal, als unsere jüngste Tochter noch ein Kleinkind war. Irgendwo in der Nähe von Beekbergen. Eine kleine Kabine mit nur einer Toilette und einem Waschbecken. Wie praktisch! Wir haben sie im Waschbecken 'gebadet'. Und weil es den ganzen Urlaub über in Strömen regnete, war die Toilette nebenan kein Luxus.In den Corona-Jahren haben wir das auch gebucht, sonst konnte man nicht einmal campen. Und ein Sommer ohne Camping ist wie ein Jahr ohne Nikolaus. Das kann man einfach nicht machen!
Eine kleine Hütte mit Dusche und Toilette: ideal. Da aber nicht jeder Campingplatz diese Einrichtungen hatte, kauften wir ein Duschzelt und einen Portapotti. Zelt direkt an unserem Fat Freddy, Eingang durch den Reißverschluss im Wohnbereich. Das Duschzelt hatte kein Dach und wenn es regnete, mussten wir einen Regenschirm darüber spannen!
Hahaha, mein Liebster saß auf der Kiste, der Schirm flog weg!!! Versteckte Erinnerungen an Covid. Diese Campingtoilette verstaubt auf dem Dachboden, es wird Zeit, dass wir sie verkaufen. Aber wer will schon so ein Ding aus zweiter Hand!
Übrigens müssen die sanitären Anlagen für uns überhaupt nicht luxuriös sein. Wir sind keine verwöhnten Menschen. Sauber, das ist die erste Voraussetzung. Trespa, Fliesen: egal, Hauptsache, sie sind nicht rissig. Eine Duschkabine, in der man wenigstens seine Wäsche zum Trocknen aufhängen kann.
Kennen Sie das: Tür offen, ein Haken an der Tür und dann weniger als ein Quadratmeter für alles? Gesichert mit dem Duschstrahl zur Tür hin. Ich schon. Das bedeutete, dass Ihre Kleidung genauso nass wurde wie Sie selbst.Sollte der Campingplatz mit Münzen arbeiten, haben Sie bitte die Vorrichtung dafür an der Innenseite Ihrer Duschkabine.
Letztes Jahr in Leeds musste ich mit einem Handtuch in der Hand aus der Dusche kommen und fast eine Treppe hinaufsteigen, um das Pfund hoch in einen Schlitz zu schieben!!! Woraufhin das Wasser sofort anfing, in Strömen zu fließen. Hahaha!Ich würde auch gerne sehen, dass die Wände bis ganz nach unten verlängert werden, weil ich nicht im Duschwasser meines Nachbarn stehen möchte.
Und bitte getrennte Duschen/Waschbecken und Toiletten. Nichts ist schlimmer, als sich die Zähne putzen zu müssen, während jemand hinter Ihnen in der Kabine die Luft verpestet. Umgekehrt mögen Sie das auch nicht: Gerade, wenn Sie sich ausruhen wollen, kommt jemand herein und macht eine aufwendige Gesichtsbehandlung. Meine Eingeweide weigern sich sofort!Mein letzter Wunsch ist es, nicht zu weit von der Toilette entfernt zu sein. Sonst schaffe ich es nicht. Mein Französisch ist spärlich, aber ich kann an jeder Rezeption sagen: "Près les toilettes s'il vous plaît". Und sie verstehen es!