Sie kennen das: Sie sind auf dem Campingplatz, die Sonne scheint, Sie haben überall Sand und fühlen sich nach einem schwitzigen Tag am Strand oder im Schwimmbad ziemlich klebrig. Zeit für eine Dusche. Das klingt einfach. Aber jeder Camper weiß: Duschen auf dem Campingplatz ist nicht nur ein Sprung unter den heißen Wasserstrahl. Nein, es ist eine große Aufgabe. Eine Mission. Ein Hindernislauf, der schlimmer ist als der durchschnittliche Survival-Lauf, den ich mache. Vor allem, wenn man mit Kindern im Urlaub ist oder das einzige Toilettenhäuschen mit anständigen Duschen auf der anderen Seite des Campingplatzes liegt.

Und dann gibt es da noch die Klassiker: Man steht schon in Unterwäsche in der Duschkabine, bereit für den Einsatz, und dann... das Shampoo vergessen. Oder man steht mit seinen süßen Lederpantoffeln da, die natürlich nicht nass werden dürfen. Aber barfuß zu duschen ist überhaupt keine Option. Keine Weltkatastrophe, aber einer dieser Momente, in denen man denkt: aaaaargh! Zum Glück kann man es auch anders machen. Duschen mag eine kleine Aufgabe auf dem Campingplatz sein und bleiben, aber mit ein paar klugen Gewohnheiten kann man es sich wirklich viel leichter machen. Hier kommen fünf goldene Tipps, die in der Praxis (fast wörtlich) getestet und von uns erfahrenen Campern bestätigt wurden.

Ein Tag am Strand oder am Pool? Nehmen Sie eine schöne Dusche!
Ein Tag am Strand oder am Pool? Nehmen Sie danach eine schöne Dusche!

1. Duschen direkt nach dem Strand oder Pool

Zu Nummer 1: Duschen Sie sofort nach Ihrem Tag am Strand oder im Schwimmbad. Sie werden noch Ihre nasse Badekleidung tragen, warum also nicht gleich zu den Duschen gehen? So ersparen Sie sich einen ganzen Kleiderwechsel und spülen den Sand und das Chlor sofort von sich und Ihrer Badekleidung ab. Und das Gute daran ist: Oft ist der Badeanzug, die Badehose oder der Bikini schon fast wieder trocken, wenn Sie zu Ihrem Zelt oder Wohnwagen zurückkommen. Außerdem: keine saubere Kleidung, die den schmutzigen Boden berührt, keine Unterwäsche, die man über den halbnassen Körper anziehen muss.... das spart wirklich eine Menge Ärger. Wir schaffen das nicht jeden Tag, aber meistens machen wir es so.

2. Hausschuhe an!

Und jetzt denke ich: Sollte das nicht eigentlich auf Platz 1 stehen? Schließlich habe ich eine Hassliebe zur Campingdusche. Zunächst einmal liebe ich es, mich nach einem schweißtreibenden Tag abzuspülen und nach meinem Lieblingsduschgel duftend zu unserem Platz zurückzukehren. Aber die Schlammreste meines Vorgängers erzeugen ein wahres Grubenlicht in der ganzen Kabine. Das schwarze Haarbüschel in der Ecke. Und die Duschreste, die aus der Kabine neben mir in meinen Abfluss fließen. Ieeeeks. Ich kotze schon fast hinter meinem Laptop. Für ein etwas hygienischeres Gefühl sind meine Badelatschen wirklich mein bester Freund. Also keine Birkenstocks, keine schicken Lederpantoffeln, sondern diese Gummibadeschlappen, die klatschnass werden dürfen. Das nimmt zwar nicht den Geruch weg, aber wenigstens stehe ich viel angenehmer.

Duschen auf dem Campingplatz? Bringen Sie Hausschuhe mit!
Duschen auf dem Campingplatz? Bringen Sie Hausschuhe mit!

3. Bereitstellung einer festen Duschtasche

Nichts ist ärgerlicher, als wenn man gerade duschen will und dann feststellt, dass man sein Shampoo vergessen hat. Oder die Rasierklinge. Oder ein Handtuch. Dieser Esel ist schon mehrmals auf denselben Stein gestoßen, also beschloss ich, mir eine dauerhafte Lösung einfallen zu lassen. Seitdem mache ich zwei Duschtaschen (die ich schon zu Hause habe und die auch beim Camping über Nacht nützlich sind). In diese Taschen packe ich standardmäßig Shampoo, Spülung, Duschgel, eine Haarbürste, Rasierzeug und Gummibänder. Ich dusche nicht gleich nach dem Schwimmen? Dann brauche ich nur das Handtuch von der Wäscheleine zu nehmen, und ich bin sicher, dass ich nichts vergessen werde.

Bringen Sie einen wasserdichten Sack mit, wenn Sie auf dem Campingplatz duschen wollen.
Duschen auf dem Campingplatz? Bringen Sie einen wasserdichten Sack mit!

4. Bringen Sie eine wasserdichte Tasche mit

Eine Tasche, die nass werden kann, ist ein wahres Geschenk des Himmels. Sie können sie bedenkenlos auf einen nassen Boden stellen, Sie können Ihr durchnässtes Handtuch und Ihren Waschlappen darin verstauen, und sie ist leicht zu reinigen. Einkaufstaschen aus Plastik reichen im Notfall aus, aber eine wiederverwendbare, wasserdichte Tasche - z. B. ein kleiner Shopper - ist einfach stabiler und praktischer. Und sehr viel haltbarer. Übrigens sehe ich auch regelmäßig Mitcamper, die mit einem dieser Drybags unterwegs sind, die man beim Kanufahren benutzt. Robust, wasserdicht und schön kompakt. Ich hatte mich noch nie damit beschäftigt, aber sie sind gar nicht so teuer.

5. Alles auf einmal duschen

Duschen auf dem Campingplatz mit kleinen Kindern? Machen Sie es einfach auf einmal. Das erfordert zwar etwas Organisation, aber es spart so viel Zeit und Ärger. Vor allem, wenn Sie es nach dem Schwimmen tun. Eine Kabine, eine Dusche, alle sind sauber, keine Aufregung. Kleiner Disclaimer: Mit Teenagern funktioniert dieser Plan nicht mehr so gut, denn es ist natürlich super "schräg", mit den Eltern zu duschen. Und das verstehe ich auch, sie haben ein Recht auf ihre eigene Privatsphäre. Aber bis dahin: nur zu. Teamwork macht den Traum wahr.

Die könnten eine Campingdusche gebrauchen!
Die könnten eine Campingdusche gebrauchen!

So unbequem es auch manchmal erscheinen mag, das Duschen auf dem Campingplatz hat auch seinen Reiz. Es zwingt einen dazu, eine Pause einzulegen. Kein Abwasch, keine Zeltstangen, kein "Wo ist meine Sonnenbrille?!", nur heißes Wasser, herrlich duftendes Duschgel und dann dieses befriedigende Gefühl, in einer Welt voller Staub, Gras und Sonnenbrand vollkommen sauber zu sein. Und mit diesen Tipps in der Hosentasche ist es plötzlich viel weniger anstrengend. Also: Diesen Sommer die Flip-Flops anziehen, Tasche mitnehmen und entspannt unter den Strahl hüpfen.

einen schönen Campingplatz finden

Über den Autor:
Ilze ter Heide

Ilze ist mit Wouter verheiratet, Mutter von zwei supersüßen Mädchen, schreibt gerne und liebt Camping. Allerdings mit einem gewissen Komfort. Ich zelte, seit ich klein bin, es wurde mir quasi in die Wiege gelegt. Und obwohl ich manchmal über schmutzige Heringe, Käfer im Zelt und Haare im Duschabfluss meckere, genieße ich es wie verrückt, wenn ich mit meiner Familie campen bin. Ich kann unser nächstes Campingabenteuer kaum erwarten!'

Ilze ter Heide