Als erfahrener Camper weiß ich eines ganz genau: Der Urlaubstrubel endet nicht in dem Moment, in dem man mit dem Wohnwagen vom Campingplatz abfährt. Ganz im Gegenteil. Denn nach der Heimkehr wartet à la minute ein neues Abenteuer. Denn der Wohnwagen muss so schnell wie möglich wieder ins Lager gebracht werden. Leer und sauber. Wenn Sie gerade einen Wohnwagen gekauft haben, müssen Sie sich an die Arbeit machen. Denn die Suche nach einem Wohnwagenstellplatz ist heutzutage mindestens so kompliziert wie die Suche nach einem Campingplatz an der Côte d'Azur im August. Aber: nicht unmöglich. Man muss nur sorgfältig suchen.
Fangen wir ganz am Anfang an. Das Aufstellen des Wohnwagens neben der öffentlichen Straße ist in vielen Gemeinden nur eingeschränkt erlaubt. Wenn Sie eine eigene Einfahrt haben, haben Sie Glück, aber ansonsten haben Sie in der Regel drei Tage vor und drei Tage nach Ihrem Urlaub Zeit, Ihren Wohnwagen ein- und auszupacken. Und das ist hart, wenn man auch noch einen Job und eine Familie hat. Bleiben Sie länger und haben Essigpisser als Nachbarn? Dann haben sie jedes Recht, dich zu verpetzen, und du bekommst einen Aufkleber auf deine Campingausrüstung, den du entfernen musst (ist uns in unserer früheren Nachbarschaft auch schon passiert). Aber abgesehen davon, dass Ihre Nachbarn in der Regel nicht gerne wochenlang auf die Seite Ihres Wohnwagens schauen, ist es auch nicht gut für Ihren Wohnwagen, wenn er über längere Zeit Regen, Wind, Schnee und allen möglichen anderen Wetterbedingungen ausgesetzt ist. Diese setzen dem Wohnwagen zu und sorgen unter anderem für den schmutzig-grünen Belag, den Sie dann im Frühjahr einen halben Samstag lang polieren müssen. Kurzum: Einlagerung ist kein Luxus, sondern oft eine Notwendigkeit.
Auf diese Frage gibt es eigentlich keine einheitliche Antwort. Schließlich ist eine Garage in der Randstad teurer als eine an der Spitze von Groningen, ein luxuriöser Schuppen teurer als ein renovierter Kuhstall und so weiter. In jedem Fall gilt fast immer, dass die Kosten pro Jahr von der Länge Ihres Wohnwagens einschließlich der Anhängerkupplung abhängen. In unserem Fall sind das etwa sechs Meter (viereinhalb Aufbauten). Dafür zahlen wir jetzt 350 Euro pro Jahr in einem Lagerhaus in Zwolle.
So viele Arten von Wohnwagen, so viele Arten von Unterkünften, würde ich fast sagen. Es gibt sehr schöne Gebäude mit soliden Strukturen und sauberen Betonsockeln. Und es gibt baufällige, alte Schuppen, die das Auge nicht so sehr verwöhnen, die aber für sich genommen gut funktionieren. Auch die Unterbringung im Freien ist möglich, aber das bringt andere praktische Probleme mit sich.
Wie ich schon sagte, ist bei weitem nicht jeder Lagerplatz derselbe. Manche bieten einen einfachen Platz auf einem umzäunten Feld, andere einen trockenen, geschlossenen Schuppen, in dem es fast so sauber ist wie in dem Ausstellungsraum, in dem Sie Ihren Wohnwagen gekauft haben. Innen ist es oft teurer, aber der Wohnwagen bleibt dort viel frischer. Draußen ist also billiger, aber dann sind Sie eigentlich darauf angewiesen, eine geeignete Abdeckung zu kaufen, um Ihren Wohnwagen trotzdem zu schützen. Überlegen Sie genau, was Ihnen wichtiger ist: das Budget oder die Bequemlichkeit. Das kann zum Beispiel auch mit dem Alter Ihres Wohnwagens zu tun haben. Unser Wohnwagen ist schon etwas älter und steht in einem dieser alten Schuppen. Der Schutz ist in Ordnung, und der Preis ist daher durchaus vertretbar.
Wollen Sie Ihren Wohnwagen zwischendurch abholen, oder steht er dort monatelang ganz allein? Einige Parkplätze sind sehr flexibel und man kann fast jederzeit dorthin fahren, zum Beispiel durch ein Tor, das sich mit einem Code öffnet. Der Nachteil: Sie müssen Ihren Wohnwagen selbst aus dem Unterstand fahren (und manchmal auch die Person vor oder hinter Ihnen). Bei anderen Parkplätzen müssen Sie einen Abholtermin vereinbaren und der Wohnwagen steht dann zum vereinbarten Zeitpunkt für Sie bereit. Nachteil: nicht so flexibel. Vorteil: Sie müssen nicht viel selbst machen. Wie auch immer Sie sich entscheiden, Hauptsache, Sie wissen, woran Sie sind, bevor Sie spontan beschließen, Anfang Oktober ein weiteres Wochenende auf Texel zu buchen.
Fragen Sie die Werkstatt Ihrer Wahl nach der Sicherheit. Kameraüberwachung? Umzäunung? Feuerschutz? Und damit meine ich nicht nur einen Feuerlöscher neben den Wohnwagen. Damit fühlen Sie sich vielleicht sicher, aber Sie werden nicht mehr rechtzeitig da sein, um Ihren Wohnwagen zu retten. Ich würde lieber eine gute Prävention an allen Fronten sehen. Heutzutage ist es schon eine große Herausforderung, einen Stellplatz zu bekommen, also muss man oft einfach akzeptieren, was da ist. Und das ist auch gut so, solange man weiß, woran man ist. Denn soweit ich weiß, trägt unser Wohnwagenpark zum Beispiel null Komma null Verantwortung, wenn etwas passiert. Aber dafür haben wir ja unsere Wohnwagenversicherung.
Es mag pingelig klingen, aber der Untergrund in der Garage ist dennoch ein wichtiger Faktor. Ein trockener, gepflasterter Boden verhindert Feuchtigkeitsprobleme und platte Reifen. Steht Ihr Wohnwagen in einem feuchten Schuppen oder auf einer schlammigen Fläche? Dann kann das ein ziemliches Ärgernis sein. Es kann auch sinnvoll sein, sich die Konstruktion eines Schuppens genau anzuschauen. Und fair ist fair: Der Schuppen (ich nenne ihn eher eine Scheune), in dem unser Wohnwagen abgestellt ist, scheint manchmal fast einzustürzen, aber gut... er funktioniert noch.
Um Ihren Wohnwagen sorgenfrei einzulagern, kann es sinnvoll sein, einige gute Vorbereitungen zu treffen. Denn wenn Sie Ihren Wohnwagen gut vorbereitet wegbringen, haben Sie weniger Probleme, wenn Sie ihn wieder abholen. Wenn Sie also Ihren Wohnwagen in die Werkstatt bringen, sollten Sie an Folgendes denken. Ist der Wohnwagen bereits abgestellt und noch nicht vorbereitet? Wenden Sie sich an die Werkstatt, vielleicht können Sie es noch tun.
Wie bitte? Reinigung, bevor es eingelagert wird? Genau. Sehr sinnvoll sogar. Und am besten auch mit einem guten Wachs versehen, bevor es eingelagert wird. Wissen Sie, warum? Weil man den Schmutz beim Abholen leicht abbürsten kann. Es ist auch praktisch, dafür zu sorgen, dass der Kühlschrank leer und offen ist, die Schränke keine Essensreste enthalten und die Toilette sauber ist. Und sonst? Andernfalls werden Sie sich im nächsten Frühjahr oder Sommer in einem Bio-Experiment wiederfinden. Das macht keinen Spaß.
Es kann auch ratsam sein, die Reifen eine Zeit lang vorzubereiten, bevor das Zugfahrzeug eingelagert wird. Eine verrückte Idee, wenn Sie das Fahrzeug eine Zeit lang nicht fahren werden, aber tun Sie es trotzdem. Pumpen Sie Ihre Reifen vor dem Einlagern etwas stärker auf als sonst, um so genannte "Plattfüße" zu vermeiden. Manche Garagenbesitzer bieten zu diesem Zweck sogar Wohnwagenheber oder spezielle Reifensocken an.
Haben Sie einen Mover unter Ihrem Wohnwagen? Oder andere elektrische Geräte, mit denen Sie sich auf dem Campingplatz austoben können? Wenn ja, klemmen Sie die Batterien immer ab oder nehmen Sie sie sogar mit nach Hause. Es gibt nichts Schlimmeres, als im Frühjahr festzustellen, dass Ihre Batterie völlig leer ist und Sie Ihren Partner trotzdem als Mover benutzen müssen.
Klingt wie ein Hinweis, aber Sie wollen nicht wissen, wie oft das schief geht. Eine vergessene Dachluke bedeutet ein Schwimmbecken in Ihrem Wohnwagen. In einem überdachten Lagerraum müssen Sie sich damit natürlich nicht auseinandersetzen. In diesem Fall sollten Sie über eine Belüftung nachdenken. Wir setzen normalerweise zwei Fenster "auf den Schnitt". So bleibt der Wohnwagen immer gut belüftet.
Hin und wieder ist es in den Nachrichten zu lesen: eine Explosion in einem Wohnwagenschuppen aufgrund einer Gasflasche. Genau aus diesem Grund verlangen die meisten Ställe, dass Sie vor dem Einlagern alle vorhandenen Gasflaschen aus dem Wohnwagen entfernen. Das macht Sinn, denn niemand wartet auf einen buchstäblichen Knall zwischen den Wohnwagen. Das ist einfach lebensgefährlich.
Viele Menschen denken, dass ihr Wohnwagen im Lager automatisch versichert ist. Dass Schäden und Diebstahl in der Verantwortung des Einlagerers liegen und dass die Versicherung dafür im Einlagerungspreis enthalten ist. Das dachte ich anfangs auch, muss ich zugeben. Aber leider ist das in den meisten Fällen nicht der Fall. Lesen Sie also zunächst einmal den Lagervertrag sehr sorgfältig. Manche Einlagerungsfirmen übernehmen im Falle von Schäden oder Diebstahl keine Haftung. Dann können Sie eine Wohnwagenversicherung abschließen. Diese deckt oft Schäden oder Diebstahl während der Lagerung ab. Aber auch hier sollten Sie die Bedingungen prüfen. Steht dort zum Beispiel, dass es Anforderungen an die Sicherheit des Lagerraums gibt? Dann ist es sinnvoll, wenn diese korrekt sind. Übrigens: Persönliche Gegenstände im Wohnwagen (Geschirr, Stühle, Grill) sind in der Regel nicht mitversichert. Im Prinzip ist es also besser, sie zu Hause zu lagern. Haben Sie noch weitere Zweifel? Rufen Sie Ihren Versicherer an und lassen Sie sich genau informieren. Dieser eine Anruf kann Ihnen eine Menge Stress ersparen.
Wohnwagenstellplätze sind kein sexy Thema. Niemand erzählt Ihnen auf einer Party stolz: "Ich habe einen tollen Wohnwagenplatz gefunden! Aber es bietet die Grundlage für einen unbeschwerten Start in den nächsten Urlaub. Denn glauben Sie mir: Es gibt nichts Schöneres, als im Sommer den Wohnwagen abzuholen, den Staub wegzublasen und ohne abgestandene Luft, platte Reifen oder Streit mit der Versicherung direkt auf den südeuropäischen Campingplatz zu fahren. Wählen Sie also mit Bedacht, bereiten Sie sich gut vor, und wer weiß, vielleicht trinken Sie nächstes Jahr Ihr erstes Urlaubsbier auf dem Parkplatz der Garage. Prost!